Kaputte Kniegelenke könnten in Zukunft durch Knorpel aus der Nase wieder fit gemacht werden. Das zeigen erste Ergebnisse einer Schweizer Studie. Kniepatienten wurden dort mit Zellen aus der eigenen Nase behandelt.
Damit ein Kniegelenk reibungslos funktioniert, braucht es Knorpel. Wenn der durch Verletzungen geschädigt ist, schmerzt das Knie – vor allem bei Bewegung. Dass Knorpel nachwachsen kann, hielt man lange für unmöglich. Doch am Universitätsspital in Basel hat man eine neue Methode getestet, die Kniepatienten hoffen lässt.
Zehn Patienten zwischen 18 und 55 Jahren wurden dort Knorpelzellen aus der Nasenscheidewand entnommen. Diese Zellen wurden außerhalb des Körpers zu Knorpelgewebe gezüchtet und den Patienten dann in ihr Kniegelenk eingesetzt. Voraussetzung für die Teilnahme war: Alle Studienteilnehmer hatten Knorpelverletzungen am Kniegelenk. Die Knochen selbst waren jedoch intakt. Jetzt – zwei Jahre später – können die Schweizer Forscher viele positive Ergebnisse bekanntgeben: Bei allen Patienten wurde das neue Knorpelgewebe gut angenommen. Neun Patienten haben weniger Schmerzen und können ihr Knie wieder voll belasten. Nur ein Patient musste von der Studie ausgeschlossen werden, weil zu viele neue Sportverletzungen hinzukamen.
