Was ist Osteoporose?
Von der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) wurde die Osteoporose in die Liste der weltweit 10 bedeutendsten Krankheiten aufgenommen, sowohl was die Krankheitsfolgen, als auch die dafür aufzuwendenden Behandlungskosten betrifft.
| Bei Osteoporose ist die Anzahl der Knochenbälkchen im Knocheninnern (Spongiosa) und deren Verknüpfung untereinander vermindert. Auch die äußere Knochenschicht (Kortikalis) ist oft dünner als bei einem gesunden Knochen.
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<Bild eines osteoporösen Knochens> |
Die Osteoporose-Patientin/der Osteoporose-Patient hat ein deutlich ein erhöhtes Risiko, bei Stürzen oder im Zusammenhang mit alltäglichen Tätigkeiten (wie z.B. Heben oder Tragen) einen Knochenbruch zu erleiden. Häufig betroffen sind hier häufig das Handgelenk, die Wirbelsäule, der Oberschenkelhals oder der Oberarmkopf.
Etwa 7 Millionen Menschen sind in Deutschland an Osteoporose erkrankt.
In Deutschland leiden ca. 2 Mio. Frauen und ca. 800.000 Männer unter den Folgen von Wirbelkörperbrüchen. Etwa 90% aller Hüft- und Wirbelkörperbrüche sowie etwa 70% aller Unterarmbrüche sind bei Frauen nach den Wechseljahren auf eine Osteoporose zurück zu führen (Bartl R., Osteoporose, 2002)
Das Knochenbruchrisiko lässt sich bei früher Diagnose durch eine geeignete Behandlung deutlich reduzieren.
Kann ich mein Risiko, an Osteoporose zu erkranken, einschätzen?
Wie hoch das Risiko ist, an Osteoporose zu erkranken, kann anhand bestimmter Risikofaktoren eingeschätzt werden, wie bsw.:
- Lebensalter und Geschlecht
- Verminderung der gemessenen Knochendichte
- erbliche Vorbelastung
- bestimmte andere Erkrankungen
- Einnahme knochenschädigender Medikamente
- vorliegende Knochenbrüche
- Sturzgefährdung
Weitere Risikofaktoren können Sie der Patientenbroschüre des Dachverbandes Osteologie unter Info entnehmen.
Die Osteoporose ist keine unabänderliche, schicksalhafte Erkrankung des Knochens. Bei frühzeitiger Diagnose können verschiedene Behandlungsformen ergriffen werden, um das Risiko des Knochenbruches zu senken.
Wie verläuft die Osteoporose-Abklärung?
Da Osteoporose im Anfangsstadium keine Beschwerden bereitet, ist es wichtig das persönliche Osteoporoserisiko zu kennen, um ggfs. geeignete vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.
Zunächst wird in einem Patienten-Arzt-Gespräch Ihr Osteoporose- und Knochenbruch-Risiko ermittelt (siehe Risikofragebogen Info). Sollte sich ein Osteoporose- und Knochenbruch-Risiko bestätigen, erfolgt eine Knochendichtemessung mittels der DXA-Methode an der Lendenwirbelsäule und an den Hüftgelenken.
| Foto einer DXA-Messung
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Ergebnis einer DXA-Messung |
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Dachverband Osteologie (DVO) empfehlen die DXA-Methode. Sie ist das am Besten untersuchte Verfahren zur Messung der Knochendichte.
Wir bieten in unserer Praxis DXA-Untersuchungen zur Bestimmung der Knochendichte an.
Bei einer niedrigen Knochendichte wird zusätzlich eine Blutuntersuchung durchgeführt, um sicherzustellen, dass Sie an keiner anderen (Knochen-)Erkrankung leiden. Zudem wird anhand der Blutuntersuchung die Nierenfunktion überprüft, denn die meisten Osteoporose-Medikamente sind bei hochgradiger Nierenschwäche nicht zugelassen.
Anhand Ihres Risikoprofils, der Knochendichtemessung sowie den Laborwerten werden wir gemeinsam entscheiden, ob eine Osteoporose-Therapie begonnen werden muss.
Weiterführende Informationen:
- Osteoporose – Informationsportal für Patienten und Angehörige Info
- Gymnastik Poster für mehr Knochenpower – Regelmäßiges Training
für starke Knochen Info - Kochrezepte für starken Knochen Info
- Fragebogen – Testen Sie Ihr Osteoporose-Risiko Info
- Dachverband für Osteoporose-Selbsthilfegruppen Info
- Patienteninformation des Dachverbands Osteologie (DVO) Info
Sollten Sie an weiteren Informationen interessiert sein, sprechen Sie uns an!